Inklusion

Anke von Gadenstedt Inklusion

In dieser Woche war ich Gast in der Albert Schweitzer Schule in Sarstedt. Es ist eine kleine Förderschule mit dem

Schwerpunkt Lernen.

Ich durfte mich mit Lehrern, Schülern und Schulleitung austauschen.

Mein Resümee: Man sollte die jetzigen Förderschulen erhalten und ausbauen, anstatt sie 2028 auslaufen zu lassen.

Die Schüler werden dort bestmöglich und individuell gefördert und pädagogisch betreut.

Kleine Klassen sorgen für eine gute Lernatmosphäre. Schülerpraktika ab Klasse 8 zur Berufsorientierung bieten Betrieben und Schülern früh die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen.

Die Schüler und Schülerinnen fühlen sich gut aufgehoben und sind sehr zufrieden an der Albert Schweitzer Schule. Einige von ihnen berichten, schlechte Erfahrungen auf einer Regelschule gemacht zu haben.

Machen wir uns nichts vor, spricht man mit Lehrern an den Regelschulen so wird schnell klar, dass Inklusion an der Regelschule oft an seine Grenzen stößt. Zu wenig Stunden an Unterstützung durch qualifizierte Förderschullehrer müssen durch die Lehrkräfte in oft großen Klassen aufgefangen werden. Die Situation ist belastend für alle Beteiligten.

Daher bedarf es, dass mehr Förderschullehrer ausgebildet werden und die Attraktivität dieses Berufes gesteigert wird.

Vielleicht sollte auch darüber nachgedacht werden, den Besuch der Förderschule Lernen schon ab Klasse 3 zu ermöglichen.

Die Wahlmöglichkeit für Eltern und Kinder, für welche Schule sie sich entscheiden, sollte aber auf jeden Fall erhalten bleiben!